The main source of the world's problems: Antifeministische Verschwörungstheorien über die Schule

Zusammenfassung

Verschwörungstheorien sind häufig Gegenstand der politischen Bildung. In der Forschung zu Verschwörungstheorien wird allerdings vernachlässigt, dass Politische und schulische Bildung auch Gegenstand verschwörungstheoretischen Denkens sind. Schon in den antisemitischen Protokollen der Weisen von Zion, der Fälschung, die bis heute als „wichtigste[r] Text zur jüdischen Weltverschwörung“ (Butter, 2018: 164) gilt, wird ebendieser Verschwörung unterstellt, durch das Unterbinden eigenständigen Denkens in den Schulen absolute Loyalität zum neuen Herrscher schaffen zu wollen. Wie der folgende Beitrag am Beispiel antifeministischer Verschwörungstheorien zeigen soll, lassen sich ähnliche Verschwörungserzählungen bis heute identifizieren. Dafür wird zuerst beleuchtet, warum die Schule im verschwörungstheoretischen Denken eine derartige Stellung einnimmt. Anschließend folgt eine kurze Darstellung des modernen Antifeminismus und seiner Nähe zu Verschwörungstheorien, insbesondere auch im Bereich Bildung, bevor diese am Beispiel der sogenannten Incels exemplarisch dargestellt wird. Zuletzt werden einige Implikationen für die Politikdidaktik diskutiert.

Publikation
Politik Unterrichten

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